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Internet Archive

07.02.06

Surfspuren löschen

Kann ich meine «Spuren» im Internet verwischen?
GABRIEL W., PER E-MAIL

Im Internet-Explorer können Sie unter «Extras, Internetoptionen, Allgemein, Temporäre Internetdateien» nachträglich einige Surfspuren löschen. Gründlicher und vor allem gratis macht das ClearProg, das auch viele temporäre Dateien von Windows löscht. Wenn Sie keinerlei Spuren auf einem Computer hinterlassen wollen, verwenden Sie mit Vorteil eine so genannte Boot-CD wie jene von Knoppix. Diese legen Sie beim PC-Start ein, surfen danach mit Firefox unter Linux, und alle lokalen Daten verschwinden, sobald Sie den Rechner ausschalten. Wenn Sie beim Surfen anonym bleiben wollen, empfehlen wir Ihnen den kostenlosen Anonymisierungsdienst von JAP.

21.02.06

Radiosendungen abonnieren

Ich habe gehört, dass man mit «Podcasts» verpasste Radiosendungen hören und sogar abonnieren kann.
PETER N., PER E-MAIL

Podcasts sind eine clevere Variante, um Musik oder Textbeiträge mit einem MP3-Player dann zu hören, wenn man Zeit hat. Unter www.podster.de finden Sie tausende von thematisch sortierten Abos, besonders begehrt sind die Podcasts von Radio DRS. Sogar Fernsehsendungen wie MTW und Kassensturz lassen sich als Video-Podcast abonnieren. Am PC werden die Abonnements am besten mit dem kostenlosen Programm Juice verwaltet. Die empfangenen MP3-Dateien können auf einem Player angehört werden. Die Fernsehsendungen benötigen einen PC oder einen portablen Videoplayer. Wer selber einen Podcast erstellen will, um zum Beispiel während einer Reise die Daheimgebliebenen mit Impressionen zu versorgen, kann kostenlos unter www.gcast.com einen solchen einrichten. Die Beiträge lassen sich dann sogar per Telefon aufnehmen.

29.03.06

Wer fliegt von A nach B

Ich suche ein einfaches Informationssystem, das möglichst alle Flüge zwischen zwei Flughäfen auflistet.
NORBERT Z., PER E-MAIL
Preissuchmaschinen wie ebookers.ch oder expedia.de sind in der Bedienung eher träge und teilweise unvollständig. Besser ist www.dohop.com. Diese Suchmaschine lässt sich komfortabel bedienen und liefert auch bei exotischen Destinationen schnell zuverlässige Ergebnisse.

19.04.06

Internettelefonie nicht immer am billigsten

Mein Kollege behauptet, dass man per Internet am billigsten ins Ausland telefonieren kann.
WERNER C., PER E-MAIL
Zwar kann man mit Skype weltweit kostenlos von PC zu PC telefonieren, aber beide Teilnehmer benötigen einen Internetanschluss. Mit Skype oder SIP-Telefonie lässt sich auch auf Telefonapparate anrufen, aber dies ist kostenpflichtig. Die Tarife richten sich dabei nach einzelnen Anbietern. Bei Comparis können Sie die Tarife der gängigsten Anbieter vergleichen. Manchmal ist es aber billiger, mit einer Telefonkarte direkt von Telefon zu Telefon zu telefonieren. Die Tarife der gängigsten Kartenanbieter finden Sie bei Planetacard. Der Minutentarif für die Philippinen beträgt bei Skype beispielsweise 28,5 Rappen, bei SIP zwischen 20 und 71 Rappen. Mit einer Telefonkarte kostet eine Minute nur 11 Rappen. Beachten Sie beim Preisvergleich, dass teilweise zusätzliche Rufaufbaugebühren verrechnet werden.

03.05.06

Mehr ADSL-Tempo ohne ISDN

Ich habe mich auf das neue, schnellere Internet mit ADSL gefreut. Statt 3500 Kbps habe ich aber nur 2400 Kbps erhalten. Ich telefoniere über ISDN.
DIETER B., PER E-MAIL
Werden auf einem Telefonkabel parallel ISDN und ADSL betrieben, sind die möglichen Bandbreiten kleiner, als wenn ADSL mit einem Analog-Anschluss kombiniert wird. In den meisten Fällen hilft es, den ISDN-Anschluss auf analog umzustellen, um eine höhere Internetgeschwindigkeit zu erreichen. Beim billigeren Analog-Anschluss haben Sie zwar nur eine Nummer, müssen aber nicht auf die gewohnte Anrufererkennung verzichten. Detaillierte Auskunft über die maximal mögliche Geschwindigkeit eines bestimmten Telefonanschlusses gibt diese Internetadresse.

31.05.06

Per Mausklick zu Wikipedia

Ist es möglich, das Internetlexikon Wikipedia direkt aus der Textverarbeitung Word heraus aufzurufen?
HANS V., PER E-MAIL
Word verfügt mit der Recherche-Funktion zwar über einen Internetzugriff, dabei wird aber Wikipedia nicht unterstützt. Um die übliche Word-Recherche zu starten, müssen Sie bei gedrückter ALT-Taste auf ein Wort klicken und «Nachschlagen» wählen. Im «Recherchieren»-Fenster können Sie dann mit «Alle Recherche-Websites» die Suche ins Internet ausdehnen. Wollen Sie die Website von Wikipedia verwenden, hilft die Recherchefunktion von Word nichts. Dafür müssen Sie das Programm Wolewias downloaden. Um bei Wikipedia nachzuschlagen, kopieren Sie den gewünschten Begriff in die Zwischenablage und klicken dann einmal mit der rechten Maustaste auf das Symbol von Wolewias, das Sie in der Taskleiste finden. Dadurch wird die Recherche im Internet gestartet, das Ergebnis erscheint in einem Fenster auf dem Bildschirm.
Links zu diesem Beitrag unter http://snipurl.com/c0622a

28.06.06

Google ohne Werbelast

Ich ärgere mich darüber, dass ich bei Suchanfragen in Google als Erstes immer irgendwelche Treffer von Shops und Preisvergleichern erhalte, bevor ich endlich wirklich relevante Informationen finde.
LUZI WEBER, PER E-MAIL

Google ist noch immer der flinkste Suchhelfer, nervt aber oft mit werbeverseuchten Seiten und irritiert Datenschützer durch seine zunehmende Sammelwut von Benutzerinformationen. Doch nun kann man mit Google wieder suchen, wie man es sich erträumt. Dazu benötigt man den kostenlosen Internetbrowser Firefox und die Erweiterung CustomizeGoogle. Danach kann man über «Extras, CustomizeGoogle-Einstellungen» die Suchmaschine individuell tunen. Als Erstes schaltet man mit «Web, Werbung entfernen» die Werbeeinblendungen aus. Mit «Web, Filter aktivieren» erreicht man, dass bei der Google-Suche hinter jedem Treffer neu der Eintrag «Filter» steht. Klickt man darauf, können sämtliche Treffer aus dieser Domäne für immer aus der Liste liquidiert werden. So unterdrückt man innert Sekunden die meisten unerwünschten Einträge von Amazon, Kelkoo, Ebay und anderen Verkaufsplattformen. In den Einstellungen von CustomizeGoogle verstecken sich noch ein Dutzend andere Helfer. So kann man dafür sorgen, dass die Datensammler von «Google Analytics» nicht gefüttert werden. Besonders gefallen hat uns auch die Möglichkeit, mit «Web, Links zu anderen Suchmaschinen hinzufügen» in Google auf Yahoo oder Lycos zuzugreifen. Damit wird Google zu einer Art Metasuchmaschine.

Wer kann wann mit wem?

Ich suche ein einfaches Tool, um den besten Termin für ein Klassentreffen mit 20 Teilnehmern zu finden.
RITA Z., PER E-MAIL

Unter www.doodle.ch kann man übers Internet gemeinsame Termine aller Art einfach koordinieren. Dazu gibt der Einladende als Erstes alle möglichen Termine ein. Dadurch entsteht eine neue Website, deren Link allen Eingeladenen verschickt wird. Jeder sucht dann diese Internetseite auf und wählt dort die ihm passenden Termine aus. Dabei wird eine Statistik für die besten Termine erstellt. Leider informiert Doodle nicht automatisch über den «Sieger», das muss der Einladende per E-Mail selbst erledigen. Die Lösung ist simpel, Vertraulichkeit und Sicherheit sind allerdings eingeschränkt. Ausgefeiltere, aber englischsprachige Lösungen bieten Meetwithapproval und Trumba. Ferner lässt sich auch einfach ein Web-Kalender wie Mosuki oder HipCal nutzen.

05.07.06

Was wissen Websitebetreiber über mich?

Mir hat eine Website angezeigt, wo ich wohne, welches Betriebssystem ich verwende und mit welchem Browser ich surfe. Ich bin erschrocken. Kann ich etwas dagegen tun?
NICO M., PER E-MAIL

Bereits beim ersten Kontakt erfahren Websitebetreiber eine Menge über ihre Besucher. Die durch den Internetprovider vergebene IP-Nummer des PC oder Routers ist bereits aussagekräftig. Wie viel sich daraus entnehmen lässt, zeigt ein Besuch bei www.yourip.de. Klickt man zusätzlich noch auf den Experten-Modus, erfährt man sämtliche Informationen, welche der Browser jedem Websitebetreiber offenbart. Noch mehr Infos erfahren Neugierige durch Cookies. Dabei werden «Datenhäppchen» auf dem PC abgespeichert. Damit verfolgen beispielsweise Werbefirmen das Surfverhalten. Vertraulicher surft man, wenn man etwa durch Nutzung von JAP seine IP-Adresse verbirgt. Zusätzlich kann man im Browser die Speicherung von Cookies unterbinden. Am einfachsten erledigt dies der kostenlose Browser Firefox, der eine sehr ausgefeilte Cookie-Steuerung zulässt. Wer letztlich seine Privatsphäre wirklich schützen will, kann mit Tor seine Spuren noch besser verwischen. Dazu ist einiger Installationsaufwand nötig. Eine gute Beschreibung dazu findet sich im Internet.

20.07.06

Word und Excel gratis im Browser

Stimmt es, dass ich mit jedem Browser direkt Word- und Excel-Dateien erstellen und bearbeiten kann?
PETER S., PER E-MAIL
Internetseiten werden dank der Programmiertechnik AJAX im klüger. Seit über einem Jahr kann man auf der Website von Writely Word-Dokumente erstellen und bearbeiten. Die Firma wurde inzwischen von Google übernommen und lässt momentan keine neuen User zu. Kostenlose Konkurrenten sind ajaxWrite und Thinkfree. Die beiden Dienste können auch Excel-Dateien bearbeiten. Bei Google-Spreadsheet kann man ebenfalls Excel-Tabellen im Internet erstellen und verwalten. Diese «klugen» Webseiten laden beim erstmaligen Aufruf aber sehr viel Java-Code auf den PC, eine Breitbandverbindung ist also Voraussetzung um damit vernünftig arbeiten zu können.

Roboter für Webseitenabfragen

In einem Webportal erstelle ich immer wieder aktuelle Charts meiner Lieblingsaktien. Das jeweilige Öffnen und Schliessen dieser Charts umfasst immer zahlreiche Schritte. Kann man das automatisieren?
UELI A., PER E-MAIL
Grundsätzlich gibt es für die Webbrowser keine Makros, welche immer wiederkehrende Tätigkeiten automatisch abspulen. Zwar gibt es für Windows «universelle» Roboter, aber diese funktionieren nur zuverlässig, wenn die Befehle über die Tastatur erfasst werden. Bei Webseiten ist jedoch meist Mausaktivität gefordert. In vielen Fällen bietet sich jedoch eine andere Lösung an. Der Browser Firefox kann in Kombination mit der Erweiterung Sessionsaver seine Arbeit genau an der Stelle wieder aufnehmen, wo der Browser beendet wurde. Sie können also zehn Börsenwerte in verschiedenen Browserfenstern öffnen und dann Firefox am Abend schliessen. Am nächsten Morgen öffnet Firefox wieder automatisch diese zehn Webfenster, aber natürlich mit den aktuellen Daten. Dieses Vorgehen funktioniert mit allen Webseiten, welche die Informationen über die abzurufenden Daten in der Adresszeile speichern.

16.08.06

Zwei PC über das Internet verbinden

Kann man zwei Windows-PC über das Internet einfach vernetzen?
BERND S., PER E-MAIL
Wer mehrere PC per Internet vernetzt, tut gut daran, die übertragenen Daten zu verschlüsseln. Entsprechende Lösungen gibt es mit Virtual Private Network (VPN) seit Jahren, die Installation ist aber noch immer recht aufwändig. Eine kostenlose und vor allem simple Alternative bietet Hamachi. Dabei wird auf zwei Rechnern ein kleines Programm installiert. Mit Hilfe eines zentralen Servers tauschen die PC dann einen geheimen Schlüssel aus und verbinden sich direkt. Die zwei Rechner verhalten sich danach so, als ob sie in einem normalen lokalen Netzwerk wären. Dadurch kann man nicht nur Daten transferieren und drucken, sondern sogar LAN-Spiele über das Internet spielen. Die transferierten Daten werden zwar verschlüsselt, Hamachi hält aber den verwendeten Algorithmus geheim. Sicherheitsexperten haben deshalb der Lösung gegenüber Bedenken. Eine ausführliche deutsche Bedienungsanleitung findet sich bei Netzwelt.

23.10.06

Gerechte Teilung des Internet-Tempos

Ich nerve mich darüber, dass unser Nachwuchs irgendwelche Filme auf seinen PC lädt und ich deshalb im Familien-LAN nur im Tröpfchentempo surfen kann.
ERICH U., PER E-MAIL

Komfortable Router wie beispielsweise der Draytek 2600 erlauben, die Bandbreite auf jedem LAN-Anschluss zu limitieren und so die Bandbreite gerecht zu verteilen. Alternativ können Sie auch die kostenlose Software DSL-Manager auf dem PC des Juniors installieren und so dessen maximale Bandbreite limitieren. Allerdings besteht natürlich die Gefahr, dass der Nachwuchs die Bremse einfach aushebelt.

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